Nachhilfe-Hilfe

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Hat der Migrationshintergrund Einfluss auf die Leistungen Ihres Kindes?

BayernPosted by Katarina Koch Fri, November 17, 2017 10:30:00

Robin Hood und seine Schar laufen durch den Wald. Ihnen kommt ein reicher Mann entgegen. Robin Hood überfällt ihn und nimmt ihm das Geld weg mit den Worten: „Ich bin Robin Hood, ich nehme den Reichen das Geld und gebe es den Armen.“ Da kommt ein Armer des Weges. „Ich bin so arm“, klagt er. Robin Hood gibt ihm das Geld, das er dem Reichen weggenommen hat. Der Arme zählt das Geld und freut sich: „Ich bin reich! Ich bin reich!“ Daraufhin überfällt ihn Robin Hood, nimmt ihm den Münzbeutel wieder weg mit den Worten: „Ich bin Robin Hood, ich nehme den Reichen das Geld und gebe es den Armen.“

Dieses Thema ist allgegenwärtig und gleichzeitig sehr komplex. Ich möchte nicht über diejenigen Kinder schreiben, die auf Grund ihres Migrationshintergrunds tatsächlich deutlich schlechtere Leistungen erbringen als ihre Schulkameraden. Es geht um die Kinder, die in Deutschland geboren und/oder aufgewachsen sind, die deutsche Staatsbürgerschaft haben und als „Schüler mit Migrationshintergrund“ gelten. Ihr Leistungsniveau liegt im Mittelfeld und wird von Situation zu Situation unterschiedlich bewertet. Dazu möchte ich mich äußern.

In Deutschland haben wir 2017 eine einzigartige Situation: soziale Schwäche wird aktiv gefördert. Wenn man nicht arbeitet, zum Beispiel, wird man vom Staat viel mehr unterstützt, als wenn man selbstständig wird. Für Frauen rentiert es sich häufig gar nicht zu arbeiten, vorausgesetzt, sie haben einen gutverdienenden Ehemann. Diese Umstände haben verheerende Auswirkungen auf die Menschen und auf die Jugend. Sprüche wie: „Vor dem Studium werde ich mich ein Jahr lang erholen“ (wovon?!) oder „Dann geh‘ ich halt harzen nach Berlin“ hört man gar nicht so selten. Alle scheinen in Deutschland Opfer zu sein, nur die arbeitende und steuerzahlende Bevölkerung nicht. Das Rentenalter wird regelmäßig erhöht, damit man wohl beim Arbeiten tot umfällt und dem Staat nicht auf der Tasche liegt - wenn man schon so doof ist, 2017 in Deutschland zu arbeiten.

Zurück zu den Schülern mit Migrationshintergrund. Solange diese Schüler bemitleidenswert sind und in der Opferrolle auftreten, wird das deutsche Schulsystem sie durchlassen. Sobald es aber später darum geht, besser zu werden, sozial aufzusteigen, etwas aufzubauen, da fangen dann die Hürden an. Sobald man die Opferrolle verlässt, wird man immer unbeliebter. Gekonnte Selbststilisierung als Opfer ist in Deutschland eine beliebte und funktionierende Möglichkeit, an Geld und sogar Status zu kommen, ohne sich anzustrengen. Fleiß und harte Arbeit sowie Respekt vor sich selbst werden systematisch bestraft, sodass der Eindruck entstehen könnte, es lohne sich nicht, hart zu arbeiten. Solange man dort ist, „wo man als Ausländer hingehört“, wird man unterstützt und getätschelt; der soziale Aufstieg wird aber diesen Kindern oder jungen Erwachsenen häufig systematisch verwehrt. Gegen diesen, von außen vermittelten Eindruck, muss man das Kind schützen. Es gibt nichts Schlimmeres und Zerstörenderes als Untätigkeit und die ewige Opferrolle, als Abhängigkeit und die Überzeugung, dass Schwäche belohnt wird. Schwäche wird immer verachtet und zertrampelt, auch wenn man den Schwachen eine Zeit lang unterstützt und ausnutzt, um sich, zum Beispiel, Wählerstimmen zu sichern.

Man muss sich eben damit abfinden, dass es schwer wird, und einen Weg suchen, diese Hürden zu umgehen. Schließlich ist es normal, dass man als Einwanderer in einem Land nicht die besten Karten hat. Ich glaube nicht, dass hier ein Grund zur Verzweiflung vorliegt. Den Kindern von Migranten muss klar sein oder klargemacht werden: sie werden ihr Leben lang das Doppelte oder Dreifache leisten und immer wieder Rückschläge einstecken müssen. Wie Konrad Adenauer sagte: „Fallen ist weder gefährlich noch eine Schande. Liegenbleiben ist beides.“















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