Nachhilfe-Hilfe

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- Wie finde ich die richtige Nachhilfe für mein Kind?
- Wie überprüfe ich die Qualifikation des Nachhilfe-Lehrers?
- Welche Zukunft hat die Nachhilfe-Branche?
u.v.m.

Warum Begleitunterricht?

BegleitunterrichtPosted by Katarina Koch Wed, October 04, 2017 15:24:15



Immer mehr Eltern entscheiden sich dazu, für ihre Kinder nicht nur punktuelle Nachhilfe zu suchen, sondern regelmäßigen, begleitenden Unterricht. In den allermeisten Fällen ist dies eine sinnvolle Entscheidung. Was spricht für den Begleitunterricht?

1. Kontinuität der Bezugsperson

Der Schüler gewöhnt sich an eine Lehrkraft, die Lehrkraft lernt erst im Laufe der Zusammenarbeit mit dem Schüler, wo seine Stärken und Schwächen liegen und kann viel besser auf diese eingehen, als bei einem sporadischen oder punktuellen Unterricht. Die Lehrkraft weiß auch Details, wie die Umstände, unter denen sich der Schüler etwas gemerkt hat, welche Eselsbrücken der Schüler verwendet oder Ähnliches. Der Lehrer, der den Schüler etwas länger kennt, merkt auch altersbedingte Änderungen im Lernverhalten des Schülers und kann notfalls darauf aufmerksam machen.

2. Es entstehen keine Lücken

Die Lehrkraft schließt sofort die Lücken, die sie erkennt und hilft dem Schüler dadurch, ein gutes Fundament für weitere Schuljahre zu legen.

3. Unterstützung bei Unfairness

Wird der Schüler unfair behandelt oder wird ihm von der schulischen Lehrkraft zu Unrecht Faulheit unterstellt, so kann der Nachhilfelehrer ziemlich genau sagen, ob der Schullehrer Recht hat oder nicht. Sehr oft irren sich die Lehrer und emotionale Unterstützung seitens des Privatlehrers darf nicht unterschätzt werden.

4. Hilfestellung bei Lehrerausfällen in der Schule

Die überlasteten Lehrer der staatlichen oder städtischen Schulen werden oft krank. Manche Schüler haben Unterrichtsausfälle von mehreren Wochen am Stück. Da leistet der Nachhilfeunterricht eine kontinuierliche Stütze für den Schüler, da der Nachhilfelehrer teilweise komplett den Schulstoff erläutert und mit dem Schüler durcharbeitet. Das gehört auch zu seinen Aufgaben.



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Was ist Begleitunterricht?

BegleitunterrichtPosted by Katarina Koch Sat, September 02, 2017 14:46:43
Vor elf Jahren habe ich in der Oberstufe Nachhilfe gegeben, vor zehn Jahren habe ich als Studentin Stunden erteilt. Mein erklärtes Ziel war damals, jahrelang, den Schüler so zu fördern, dass er meine Hilfe nicht mehr braucht.
Der Terminus "Nachhilfe" beinhaltet eine zeitlich begrenzte Hilfestellung, damit der Schüler seine selbstverschuldeten Lücken schließen kann und selbstständig weiterarbeiten kann.
Doch die jetzige schulische Entwicklung führt dazu, dass die meisten Gymnasiasten keine punktuelle Nachhilfe mehr brauchen, sondern regelmäßigen zusätzlichen begleitenden Unterricht, "Begleitunterricht" eben.

Was ist passiert?

Sehr viele Kinder gehen auf das Gymnasium. Das Gymnasium muss selektierten. Die Interessen des Gymnasiums und die Interessen der Eltern sind unterschiedlich: Im Zweifel wollen die Eltern das Kind auf dem Gymnasium behalten, das Gymnasium will das Kind im Zweifel herausselektieren. In diesem Überlebenskampf wird gute Nachhilfe ausschlaggebend sein.
Es ist aber psychologisch so, dass Kinder merken, wenn sie unerwünscht sind. Sie müssen sich teilweise jahrelang gegen die Schule behaupten. In diesem Kampf brauchen sie nicht nur fachliche, sondern auch emotionale Unterstützung. Das leistet der Nachhilfelehrer auch.
Aus punktueller Hilfe wird nach und nach eine unentbehrliche Stütze.

Die Schule selbst produziert Lücken. Ein Beispiel aus dem Lateinunterricht: Als ich Latein an der Schule gelernt habe, haben wir im Unterricht besprochen, dass die Wendung "Cicero consul" als "Cicero als Konsul" übersetzt werden kann. Manchmal versteht man sonst den Satz nicht. Diese grammatikalische Erscheinung war eine Besprechung wert. Heute überlässt man viele solcher Details dem "Sprachgefühl" der Schüler, weil man nicht genug Zeit hat. Das heißt, dass die Schule mit voller Absicht solche Details übergeht. Das ist nichts anderes als verkappte Selektion, und wer nicht mitkommt, der hat Pech.
Ein anderes Beispiel aus dem Mathematikunterricht. Die Schulbücher im Fach Mathematik für die sechste Klasse werden nun nicht mehr nach dem Prinzip der Logik aufgebaut, sondern offensichtlich nach dem Prinzip der Assoziation. Das führt dazu, dass zuerst Brüche behandelt werden, dann Kürzen und Erweitern von Brüchen und anschließend die Prozentschreibweise. Dann, vier Kapitel später, folgt die Addition und Subtraktion von Brüchen mit unterschiedlichen Nennern. Danach, wieder drei Kapitel später, wiederum Prozentrechnung und Diagramme.
Wie soll der Schüler diesen Stoff in seinem Kopf strukturieren? Das ist sehr schwer für ein Kind in der sechsten Klasse. Ohne strukturelle und logische Zusammenhänge wird das Kind diesen Stoff nicht beherrschen. Lücken entstehen. Wer nicht mitkommt, der hat Pech.

Latein und Mathematik sind die Fächer, unter denen die meisten Schüler "leiden". Gerade hier sollte man die blöden reformpädagogischen Spielchen lassen und mit aller Härte von Anfang an Grundlagen schaffen. Das wird versäumt.

Die individuellen Lücken der Schüler und die systemverschuldeten Lücken türmen sich aufeinander. Das führt zu Nachhilfebedarf während des gesamten Schuljahres. Sobald die Nachhilfe aussetzt, entstehen wieder Lücken.

Die allermeisten Schüler sind, entgegen der üblichen Annahme, weder sonderlich dumm noch sonderlich faul. Die meisten wollen bestehen. Die meisten wollen gute Noten haben. Sie merken, wenn man sich ernsthaft auf sie einlässt und sich mit ihnen beschäftigt. Sie merken auch, wenn man auf ihrer Seite ist. Leider spüren sie das nicht mehr wirklich in der Schule.

Deswegen suchen sich Schüler und ihre Eltern Nachhilfelehrer, bei denen sie jahrelang bleiben. So wird aus der punktuellen Hilfestellung eine ständige Lernbegleitung, der Nachhilfeunterricht wird zum Begleitunterricht.





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